Das Schlaubetal
Die Mühle
Im Tal
Filme vom Tal
Poklekowskis on Tour
Ahnenforschung
Schlaubesommer
Rezepte / Gästebuch
Kontakt / LINKS !!!







Um I420 wird die mole zu Kyslowicz erstmals erwähnt.
Der Kieselwitzer Müller zinste dem Kloster Neuzelle damals vierteljährlich 10 Scheffel
Korn. Mahlgäste der mit Schlaubewasser betriebenen oberschlächtigen Wasser-
mühle waren die Bauern von Kieselwitz. Bis zum Dreißigjährigen Krieg war die Mühle von ungewöhnlichen Ereignissen verschont geblieben.Danach warsie längere Zeit stillgelegt und dem Zerfall nahe. Der Müller betrieb Feldwirtschaft und ließ mit fremder Hilfe den Schneidemühlenbetrieb wieder aufleben, denn es gab dringenden Bedarf an Bauholz. Die Hilfe kam vom benachbarten Ordensamt Friedland, dessen Ordens-meister die Mühle für drei Jahre zu pachten gedachte. Als er dafür sorgte, dass die Gebäude ausgebessert wurden, eine neue Zufahrt, über die Schlaubebrücke geschaffen war und das Sägegatter wieder arbeiten konnte, ließ der Abt von Neuzelle
Holzstämme zum Sägen anfahren. Der Abt war dem Ordensmeister feindlich gesonnen und verbot dem Müller für das Ordensamt Bretter zu schneiden.
1659 brannte die Mühle ab, ohne dass die Brandursache bekannt wurde. Um so erstaunlicher war, dass sich danach der Ordensmeister anbot, den Aufbau der Mühle zu unterstützen, sofern er zugesichert bekäme, sie vorübergehend nutzen zu können. Erst von 1710 waren die Mühleninhaber bekannt. Als erster bewirtschaftete Michael Güloff die Kieselwitzer Mühle. Nachdem dieser sehr früh verstarb, konnte sein Sohn Johann Adam noch nicht die Mühle übernehmen, weil er noch zu jung war. Die Witwe von Michael Güloff heiratete ein zweites Mal einen Mann namens Hans Schulze, der 1746 die Mühle seinem Stiefsohn Adam Güloff überließ. Im 19. Jahrhundert war der Betrieb mit einer Mahl- und Schneidemühle, sowie mit drei Tuchrauh-Maschinen ausgestattet, die in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts eingingen. Von 1903 bis 1911 wurde der Mühlenbesitz von einem Mann namens Oswald erworben. Man sagte, er war Millionär und ließ Arbeiter aus Italien kommen, die mehrere Fischteiche anlegten und eine Betonrinnenanlage für das Bewässerungssystem bauten, so dass bald mit der Fischzucht begonnen werden konnte. Die erforderlichen Forellen kaufte er in den USA. Durch die Vergabe von Darlehen an einige Unternehmer, die aber später Konkurs anmelden mussten, hatte Oswald große Kapitaleinbußen, denn er hatte sich nicht genügend abgesichert. Dies war auch der Ruin vom Mühlenbesitzer Oswald. Bis 1927 wechselten vier Mühlenbetreiber namens Karras, Date, Karschinski und Josef Möllenbrink den Besitz der Kieselwitzer Mühle. Um den Betrieb wirtschaftlich einigermaßen aufrecht zu erhalten, denn der 1. Weltkrieg und die Inflation machten
dieses nicht leicht, wurden jetzt Spargelanbau und Forellenzucht als Nebenerwerb betrieben. Die Familie Kleeschulte kaufte 1928 das Mühlenanwesen und bis 1943 bewirtschaftete der Sohn Willi Kleeschulte diese Mühle. Der Mühlenbetrieb wurde in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eingestellt, erst die Mahlmühle, dann die Sägemühle. Das Mühlengebäude wurde als Gastwirtschaft eingerichtet.
Es lohnte sich sogar im Freien eine Tanzfläche anzulegen. Ab 1943 war Alwin Schulze zwei Jahre der Pächter der Kieselwitzer Mühle. Er betrieb den Ausschank
und die Fischzucht. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Grundstück einschließlich
aller Gewässer Volkseigentum. 1950 pachtete Ernst Gürtler das Grundstück. Er führte die Gastwirtschaft weiter, bestellte ein paar Morgen Land und begann Forellen zu züchten. Im September 1959 übernahm der ,,Volkseigene Betrieb Binnenfischerei" die Kieselwitzer Mühle und Gürtler- Sohn Hubert bis 1980 die Leitung des Betriebes.
1991 übemimmt die Treuhand den Betrieb als ,,ZBE Satzfischproduktion Frankfurt/Oder" mit dem Sitz in Müllrose. 1996 werden Hubert Gürtler und Sohn Frank Eigentümer der Kieselwitzer Mühle. ( von Gudrun Hänschen )


                               Powered by schlaubeurmel © 2009